„Nur noch ein Marathon“

60 Kilometer hat Chris schon in den Knochen und er ist bereits fast 6 Stunden unterwegs. „Um mein heutiges Ziel zu erreichen, fehlt mir jetzt ‚nur‘ noch ein Marathon.“, denkt der Trailrunner. 100 Kilometer in unter 10 Stunden hat er sich vorgenommen. Doch die Beine werden schon langsam schwer und das stetige Laufen auf flachem Gelände beansprucht Gelenke und auch den Geist. Zwei seiner Kinder gesellen sich für eine Runde mit dem Fahrrad zu ihm zur Unterstützung. Das gibt noch mal einen zusätzlichen Motivationsschub.

„Erst ein großzügiges Zeitpolster aufbauen, später dann davon zehren.“

Doch nach 75 Kilometern ist das vorher aufgebaute Zeitpolster für Pausen und Laufen bei langsamer Durchschnittsgeschwindigkeit dahingeschmolzen. Fünf Kilometer schafft er noch, aber dann sind sowohl körperliche, geistige als auch zeitliche Reserven aufgebraucht. Dennoch: 80 Kilometer in 8:03 Stunden – eine stolze Leistung!

Einfach nur Laufen: Wo ist da die Herausforderung? Ein Zeitlimit muss her!

Ein Sololauf wie dieser, 100 Kilometer in unter 10 Stunden, hilft dem Ultraläufer nicht nur körperliche Grenzen auszutesten, sondern stellt auch eine mentale Herausforderung dar, der er sich auch bei Wettkämpfen immer wieder stellen muss. „Mental war’s eine tolle Übung und wer weiß? Vielleicht gibt es ja bald einen nächsten Versuch?“, verrät uns Chris. 😉

Neustart für ehemaligen Kindersoldaten

Wer Chris kennt, weiß, dass bei ihm Laufen selten „nur“ Laufen ist. Gemeinsam mit KWP unterstützt er auch bei seinem Sololauf ein soziales Projekt. Für jeden gelaufenen Kilometer spendet KWP 15 Euro an das Projekt „Rebound“ von World Vision. Am Ende kommen 1.200 Euro zusammen und um einem ehemaligen Kindersoldaten ein neues Leben zu ermöglichen, legt KWP sogar noch mal 70 Euro Taschengeld drauf.