Gletscherlauf bei Extremtemperaturen

Von Chris sind wir ja schon einiges gewohnt. Bisher konnten unseren Ultraläufer weder Hindernisse, Hürden oder Witterungsbedingungen vom Laufen abhalten. Und auch bei seinem diesjährigen Gletscherlauf zeigt er abermals: Chris läuft, egal was kommt!

„Gefühlte -40°C – Fotografieren ohne Handschuhe war kaum möglich!“

Nach kräftezehrenden drei Stunden Aufstieg steht Chris auf der Aussichtsplattform der Schwarzen Schneid, dem Gipfel des Rettenbachgletschers im Ötztal.  -20°C und eine Windgeschwindigkeit von 60 km/h machen das Ausharren am Gipfel zu einem ungemütlichen Unterfangen. Selbst Mobiltelefon und Kamera versagen nach kurzer Zeit – davon abgesehen ist das Bedienen der Geräte ohne Handschuhe sowieso kaum möglich. Als sich dann auch noch dichte Wolken um den Gipfel schieben, ist klar: Jetzt ist es allerhöchste Zeit für den Rückweg!

Kaum Skifahrer unterwegs – beste Bedingungen für Läufer 😉

Seine diesjährige Gletschertour startet Chris in Sölden, um von dort über die Rodelstrecke und anschließend über die Gletscherstraße zum ersten Etappenziel, dem Bergrestaurant Rettenbachgletscher auf 2.675 m zu gelangen. Hier liegt die Außentemperatur schon bei -15°C und Chris tauscht schnell seine dünnen Laufhandschuhe gegen dicke Winterfäustlinge ein und schnallt sich seine „Schneeketten“ an die Schuhe. Skifahrer sind bei diesen harten Winterbedingungen kaum unterwegs und so hat Christ die frisch präparierte Piste fast für sich alleine.

Bei dieser Temperatur hilft nur eines: schnell wieder runter!

Nach dem Erreichen des Gipfels auf 3.454 m schießt Chris nur schnell ein paar Fotos und beschließt dann, sich schnell wieder auf den Weg ins Tal zu machen.

„Auf dem Rückweg verbesserte sich das Wetter. Der Wind ließ nach und durch die Bewegung wurde mir wieder warm – also warum nicht noch einen kleinen Umweg machen?“

Im Laufschritt joggt Chris die Piste wieder hinunter und nimmt den schönen Winterwanderweg über die Mittelstation der Gaislachkogelbahn auch noch mit. Nach 5,5 Stunden und 2.190 Höhenmetern kommt Chris wieder im Ortszentrum von Sölden an.

Gletscherlauf bei Extremtemperaturen? Läuft!